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Samstag 14 September 10:00 Uhr
Fortbildung

Gottesbilder Selbstbilder - Spiritualität & Analytische Psychologie

SYMPOSIUM

Programm

10:00
Begrüßung und Einführung
Konstantin Rößler, AP
Lutz Müller, AP

10:15
C. G. Jungs Religionspsychologie
Dieter Schnocks
Analytischer Psychotherapeut, Dozent, Supervisor und Lehranalytiker am C. G. Jung-Institut Stuttgart, Autor

11:15 Pause

11:30
Gottesbilder und Menschenbild im Sufismus
"Ich bin der, den ich liebe, und ER, den ich liebe, ist ich." (Al Halladsch)
Brigitte Dorst, Analytische Psychotherapeutin, Dozentin an den C. G. Jung-Instituten Zürich und Stuttgart, Lehranalytikerin am C. G. Jung-Institut Stuttgart

12:30 Pause

13:30
Gott ist Licht - wo bleibt die Finsternis?
Zur Eindeutigkeit des Guten
Hanna-Barbara Gerl-Falkowitz, Prof. Dr. phil. Dr. theol. hc.
Philosophin, Sprach- und Politikwissenschaftlerin, em. Prof. für Religionsphilosophie an der TU Dresden, Leiterin des „Europ. Instituts für Philosophie und Religion“ in Heiligenkreuz, Autorin

14:30
Podiumsdiskussion

15:30
Verabschiedung

Ort
St. Maria-Kirche
Tübinger Str. 36
70178 Stuttgart

Teilnahmegebühr 30 € / Mitglieder 15 € / Studierende CGJI frei

„I don´t need to believe, I know.”, lautete C. G. Jungs irritierende Antwort an seinem Lebensende auf die Frage, ob er an die Existenz Gottes glaube. Diese Art von Wissen beruhe auf der erfahrbaren Tatsache, dass es in uns etwas gebe, das größer sei als wir selbst, das unsere bewusste Haltung und unser Wollen immer wieder durchkreuze. Und das nenne er Gott, wie man es immer schon genannt habe. Emotionen und vor allem Bilder vom Göttlichen, die diese emotionalen Inhalte transportieren, gehören existentiell zum Erfahrungshorizont der
menschlichen Psyche. An die christlichen Ansichten anknüpfend und zugleich in Abgrenzung zu ihnen, betont C. G. Jung jedoch ausdrücklich, dass er sie um die Perspektive der Dunkelheit ergänze. Diese Auffassung von der hellen und dunklen Seite der Gottesbilder und einer transzendenten Ebene floss in sein Konzept vom Selbst ein. Sie bildet eine zentrale Grundlage seines Verständnisses von der Beziehung
zwischen menschlicher und göttlicher Sphäre. Wie lässt sich dieses Selbst-Konzept C. G. Jungs in der heutigen Zeit verstehen? Kann eine solche spirituelle Dimension Grundlage für Individuationsprozesse und eine moderne Psychotherapie und Tiefenpsychologie sein? Und wie liest sich dieses Selbst-Konzept angesichts einer theologischen Lehrmeinung von einem lichten Gott, der alles Dunkle und Böse besiegt und überwindet?

Diesen und anderen Fragen wollen wir in einem interdisziplinären Dialog zwischen Tiefenpsychologie und Theologie gemeinsam nachgehen und hoffen, Ihr Interesse auf diese existentiellen Fragen, die weit über den therapeutischen Rahmen hinausreichen, zu wecken.

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