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Angewandte Psychologie / Bachelor of Science

Wir freuen uns über Ihr Interesse am staatlich anerkannten siebensemestrigen Studiengang für

Angewandte Psychologie / Bachelor of Science

Ein Studiengang der IB-Hochschule in Kooperation mit dem C. G. Jung-Institut Stuttgart e.V.

Um was geht es?

Neben den üblichen Ausbildungsfächern in Psychologie bietet das Studium der Angewandten Psychologie eine spezielle Ausrichtung auf die praktischen Anwendungsfelder der Psychologie.

Neben der Verhaltens- und Kognitiven Psychologie - werden die Bereiche der Tiefenpsychologie, der Analytischen Psychologie, der Humanistischen Psychologie und der Integrativen Psychologie unterichtet. Damit verbunden sind Themenbereiche wie Persönlichkeitsentfaltung, Kunst und moderne Medien; Arbeit mit unbewussten Potenzialen, wie z. B. Traum, Imagination und kreatives Gestalten.

Wir legen besonderen Wert auf eine am modernen Standard der Lernpsychologie und Erwachsenenpädagogik orientierte Unterrichtsdidaktik und -methodik: Vorlesungen mit Diskussionen, Gruppenarbeit, Anwendung moderner Medien und eine Vielzahl von praktischen Übungen und Selbsterfahrungsanteilen

Der Studiengang Bachelor „Angewandte Psychologie“ (B.S. - Bachelor of Schience) ist als siebensemestriges Vollzeitstudium konzipiert und gibt Ihnen damit die Möglichkeit, 210 CP (Credit Points, ECTS) zu erwerben. Das Präsenzstudium ist in der Regel auf etwa drei gleiche Wochentage konzentriert. Wir legen besonderen Wert auf eine moderne Lernpsychologie und einen Unterricht, der aus Seminaren und Vorlesungen mit Diskussionen, Gruppenarbeit und der Anwendung moderner Medien besteht. Die Gruppengröße beträgt max. 30 Teilnehmer, was eine individuelle Betreuung und Förderung ermöglicht. Damit möchten wir neben dem Erwerb kognitiver und methodenbezogener Kompetenzen auch den Erwerb von sozialen und emotionalen Fähigkeiten, Selbsterfahrung und die Auseinandersetzung mit individuellen Biografien fördern.

Mit der Bezeichnung „Angewandte Psychologie“ wird das Ziel betont, die erfahrungsnahen und ressourcenorientierten Aspekte der Psychologie besonders zu berücksichtigen. Zugleich sind Module mit zentralen Inhalten der Pädagogischen und der Klinischen Psychologie wie Diagnostik, Krankheitsformen und Krankheitsbilder eingeplant. Das sich daraus ergebende Berufs- und Arbeitsmarktprofil zielt auf Beratung, Coaching, Entwicklung von Interventionen Einzelner, Gruppen und Organisationen, Institutionen und Unternehmen.

Der Bachelor-Abschluss lässt sich mit vielen Berufen aus dem medizinischen, klinischen, pädagogischen und medialen Bereich kombinieren.

Was sind die weiteren Vorteile?

  • Studium an einer privaten Hochschule.
    Das bedeutet, dass wir uns verstärkt auf die Qualität der Ausbildung konzentrieren können (erlebnisorientierte Lernformen, kleinere Arbeitsgruppen, hoher Selbsterfahrungsanteil in Methoden und Verfahren, gute Studierendenberatung und -betreuung usw.).
  • Praxisorientierte Inhalte
    Wir möchten einen wesentlichen Schwerpunkt der Studiengänge auf diejenigen Inhalte setzen, die einen konkreten Praxisbezug haben, sich in diesen Bereichen bewährt haben und gut anwendbar sind.
  • Praxiserfahrene Dozenten
    Die meisten unserer Dozenten sind „Praktiker“, also Psychologen/innen, Psychotherapeuten/innen und Ärzte/innen, die eine lange Erfahrung mit Klienten aus den verschiedensten Berufsfeldern und Lebensphasen haben (Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Ältere).
  • Integrativer Ansatz
    Wir sind der Auffassung, dass ein integratives, interdisziplinäres und kulturübergreifendes Denken erforderlich ist, um der bio-psycho-sozialen Ganzheit und Komplexität der Persönlichkeit des Menschen in der heutigen Zeit gerecht werden zu können und auf die Aufgaben der Zukunft vorzubereiten. Dementsprechend sollen sowohl Ansätze der Verhaltens- und Kognitiven Psychologie wie auch der Psychodynamischen (tiefenpsychologischen, psychoanalytischen) Psychologie, der Humanistischen Psychologie, der Integrativen Psychologie etc. eine angemessene Berücksichtigung finden. Auch existenzielle Fragestellungen der Sinnfindung, des Religiösen, der Lebenskrisen und der Grenzbereiche des Lebens sollen thematisiert werden.
  • Zeitgemäße Lernformen
    Wir sind bestrebt, unter Mitarbeit der Studierenden Lehr- und Lernformen zu entwickeln und zu verwenden, die den Erkenntnissen der Psychologie und der Lernpädagogik entsprechen. Darunter verstehen wird z. B. eigenverantwortliches, motivierendes, erfahrungs-, handlungs- und erlebnisorientiertes Lernen unter Einbezug moderner Medien (Lernsoftware, Internetnutzung, E-Learning, Diskussionsforen …), kreativer Gestaltungen und Selbsterfahrungsmöglichkeiten.

Zulassungsvoraussetzungen & Studiumsinhalte

Es gibt keinen NC. Mit jedem Interessenten, der sich näher für das Studium bewirbt, wird ein persönliches Gespräch geführt, damit persönliche Eignung, die Interessenslage und die Vorstellungen bezüglich des Studiums geklärt werden können. Ansonsten gelten die üblichen Zulassungsbedingungen für ein Hochschulstudium in Vollzeit nach dem Berliner Hochschulgesetz:

1. Persönliche und gesundheitliche Eignung
2. Eine allgemeine oder fachgebunden Hochschulreife bzw. Fachhochschulreife oder eine erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildung in einem dem angestrebten Studiengang fachlich ähnlichen Beruf und drei Jahre entsprechende Berufserfahrung
3. Beherrschung der deutschen Sprache in Wort und Schrift
4. Erfolgreiches Aufnahmegespräch
5. Über weitere Sonderregelungen informiert das Berliner Hochschulgesetz. Sie bedürfen ebenfalls einer Einzelfallprüfung und -entscheidung

Studiumsinhalte

Einführung in die Psychologie Wirkungsfelder und Methoden

Die Studierenden lernen die grundlegenden Gegenstände, Ziele, Strömungen, Theorien, Methoden und Teildisziplinen der Psychologie kennen. Sie gewinnen Einsicht in die historische Bedingtheit psychologischen Wissens und sind in der Lage, Zusammenhänge zu anderen Disziplinen zu verstehen. Schwerpunkt bildet eine integrative Sichtweise der verschiedenen Methoden und Richtungen.

Bio-psychologische Grundlagen und sensorische Prozesse

Die Studierenden lernen die Zusammenhänge zwischen neurobiologischen, physiologischen und biochemischen Prozessen und menschlichem Erleben und Verhalten. Von zentraler Bedeutung ist dabei die Kenntnis über Funktionen des Gehirns bei der Steuerung psychischer Prozesse. Sie kennen die Anatomie und Physiologie der für ihr Fachgebiet relevanten Körperstrukturen, können diese benennen, können auf dieser Grundlage pathophysiologische Abläufe erklären. Sie sind in der Lage, die Auswirkungen biologischer Prozesse auf die Entwicklung psychischer Prozesse sowie ihewe Störungen beispielhaft darzustellen. Sie können damit eine Brücke zu den Anwendungsfeldern der Psychologie zu schlagen und professionell Handlungsoptionen für mögliche Interventionen z. B. im Bereich der Prävention zu erschließen.

Allgemeine und Kognitive Psychologie

(Bewusstsein, Lernen, Gedächtnis, Denken, Sprache, Intelligenz, Emotion, Motivation)

Die Studierenden gewinnen über die Beschäftigung mit der Allgemeinen Psychologie als zentraler Teildisziplin der Psychologie einen Überblick über die allgemeinen psychischen Funktionen, mit denen alle Menschen sich in der Welt orientieren, Emotionen verarbeiten, Wissen erwerben und speichern: Wahrnehmung, Aufmerksamkeit und Bewusstsein, Wissen, Denken, Lernen, Problemlösung und Entscheidung, Intelligenz und Kreativität, Emotion, Motivation und Willen, Sprache und Sprechen, Funktionsweise und Bedeutung des Gedächtnisses. Die Studierenden lernen Methoden kennen, mit denen diese Funktionen erfasst und mit denen grundlegende und allgemein gültige Aussagen zu menschlichem Verhalten und Erleben gemacht werden. Sie lernen zudem, grundlegende Störungen dieser Funktionen und schädigende Bedingungen zu erkennen. Sie können die erlernten Zusammenhänge in verschiedenen Anwendungsfeldern der Psychologie wie Pädagogische Psychologie, Medienpsychologie, Gesundheitspsychologie etc. anwenden.

Entwicklungspsychologie

Die Entwicklungspsychologie als Teil der Psychologie beschreibt die allen Menschen gemeinsamen, allgemeinen Entwicklungen, Verläufe und Veränderungen des menschlichen Erlebens und Verhaltens ab der vorgeburtlichen Entwicklung bis zum Sterben, wobei jeweils typische Entwicklungsstufen mit typischen Konflikten, Bedürfnissen und Aufgaben angenommen werden. Die Studierenden sind in der Lage zu benennen, zu beschreiben und zu verstehen, wie ein Einzelner diese Phasen durchläuft und persönliche Faktoren wie genetische Ausstattung, familiäre Umgebung sowie geschichtliche, soziale, religiöse und kulturelle Kontexte in Wechselwirkung stehen. Darüber hinaus können sie aus Informationen über mögliche Störungen von Entwicklungen mögliche Konsequenzen ableiten.

Differentielle und Persönlichkeitspsychologie

Die Differentielle Psychologie und die Persönlichkeitspsychologie beschreiben die individuellen Unterschiede im Erleben und Verhalten von Individuen oder von Gruppen anhand einzelner psychologischer Merkmale und anhand überdauernder Eigenschaften. Die Studierenden kennen die Grundlagen der Differentiellen und Persönlichkeitspsychologie und können grundlegende Konzepte über Unterschiede zwischen Menschen (individuelle Unterschiede) und Gruppen (Gruppenunterschiede) innerhalb einer bestimmten Population verstehen und illustrieren. Sie kennen praktische Methoden der psychologischen Diagnostik und können diese auf ihre theoretischen Konzepte hin vergleichen.

Statistik und Grundlagen der empirischen Sozialforschung

Die Studierenden lernen die mathematisch-statistischen Grundlagen zur Planung, Durchführung und Auswertung empirischer wissenschaftlicher Untersuchungen.

Wissenschaftliches Arbeiten

Forschungsmethoden, Präsentation, Techniken, Dokumentation

Die Studierenden sind mit den Grundlagen wissenschaftlichen Denkens und Arbeitens vertraut. Sie kennen das grundlegende Handwerkszeug der Forschung in der Psychologie und der angrenzenden Sozialwissenschaften, mit deren Hilfe man menschliches Verhalten und Erleben beschreiben, erklären und vorhersagen kann. Dies umfasst insbesondere die verschiedenen Mittel, Instrumente und Verfahren der Datenerhebung und Datenauswertung, aber auch grundsätzlicher Forschungsmethodiken.

Sozialpsychologie

Die Studierenden kennen die wesentlichen Konzepte und Theorien der Sozialpsychologie als empirischer Wissenschaft vom individuellen und kollektiven Erleben und Verhalten in Abhängigkeit von einer jeweils subjektiv vorgestellten oder subjektiv wahrgenommenen sozialen Situation. Sie sind in der Lage, das soziale Erleben und Verhalten von Individuen sowie das Funktionieren sozialer Systeme (etwa in Gruppen) theoriebezogen zu verstehen und darzustellen. Dies schließt ein, dass sie die Modelle auf verschiedene Anwendungsperspektiven beziehen können.

Experimentelles Praktikum

Das Experiment in der Psychologie dient der Erforschung normalen menschlichen Erlebens unter kontrollierten Bedingungen durch Beobachtung des Objekts und ist an einem rational-empirischen Wissenschaftsverständnis orientiert. Die Studierenden wissen, dass die komplexen Bedingungen, unter denen in der Psychologie Daten erhoben werden, wie bei allen offenen, lebenden und lernenden Systemen nicht exakt kontrollier- und steuerbar sind. Sie lernen, psychologische Fragestellungen zu entwickeln und Untersuchungen zu konzipieren. Sie wissen und haben erfahren, dass die Versuchssituation die Versuchsperson und den Versuchsleiter in unvorhersehbarer Weise beeinflussen kann.

Organisationspsychologie

Die Organisationspsychologie untersucht das Erleben und Verhalten von Menschen in Arbeitssituationen und Organisationen, die Wechselwirkungen zwischen Organisation und Individuum und Fragen der Zusammenarbeit und der Konflikte in und zwischen Organisationen (Gruppen- und Teamarbeit, Vorgesetztenrolle und -verhalten, Kommunikations- und Interaktionsformen etc.). Die Studierenden lernen die Bedingungen, die das Erleben und Verhalten von Menschen in Organisationen beeinflussen und die Möglichkeiten, negative Bedingungen zu verändern, kennen. Sie können die Ziele und Methoden der Organisationpsychologie differenziert beschreiben, z. B. Verbesserung der Arbeitsmotivation und –zufriedenheit in Organisationen, Konflikt-, Krisen- und Stressmanagement in und zwischen Organisationen, Entwicklung der Organisationskultur innerhalb und zwischen Organisationen.

Pädagogische Psychologie

Die Pädagogische Psychologie befasst sich mit der Analyse, der Gestaltung, Optimierung und Evaluation von Erziehungs-, Unterrichts-/ Bildungs-/ Förderungs- und Sozialisationsprozessen in Familien, Organisationen, Gruppen, Gesellschaften. Die Studierenden kennen die grundlegenden Begriffe, Methoden und Anwendungsfelder der Pädagogischen Psychologie sowie die wichtigsten Theorien und empirischen Befunde des Fachgebiets und können deren wissenschaftliche und praktische Bedeutung einschätzen. Insbesondere lernen sie die Bedeutung der Familie und von Familienstrukturen sowie von Interaktionen im sozialen Umfeld und bezogen auf Lehren und Lernen einzuschätzen. Sie kennen die psychologischen Grundlagen lebenslanger Lern- und Bildungsprozesse und kooperativen Lernens und können ihr Wissen zur Analyse und Bewertung von Erziehungs-, Unterrichts-, Bildungs-, Förderungs- und Sozialisationsprozessen einsetzen.

Theorien und Modelle des Gesundheitsverhaltens

Gesundheitspsychologie beschäftigt sich mit Erforschung, Analyse und Beeinflussung des Krankheits- und Gesundheitserlebens und -verhaltens. Die Studierenden lernen, dass Gesundheit sich auf die psycho-bio-sozialen Einheit des Menschen bezieht. Sie lernen unter Einbeziehung der Ergebnissen der Sozial-, Kognitions-, Emotions- und Motivationspsychologie das Erleben und Verhalten des Menschen in Bezug auf körperliche und psychische Gesundheit und Krankheit sowie auf Krankheitsbewältigung und gelingendes Lebensmanagement differenziert zu reflektieren. Sie lernen, Interventionsstrategien zur nachhaltigen Förderung von Gesundheit auf individueller und auf kollektiver Ebene zu entwickeln.

Psychologische Diagnostik und Testverfahren

Die Studierenden lernen, das Experiment als Instrument zur Erforschung menschlichen Verhaltens und Erlebens selber einzusetzen und machen Erfahrungen damit, wie Daten in der Psychologie gewonnen und ausgewertet werden. Die Studierenden führen ihre selbst entwickelte kleine Untersuchung durch und werten diese aus. Sie machen eigene Erfahrung mit dem Versuchsleiter- und dem Versuchspersoneneffekt sowie mit der Selbstbeobachtung. Sie lernen und erfahren, dass die im Gespräch kontrollierte Introspektion als experimentelle Methode verwendet werden kann und unter welchen Bedingungen sie zu verwertbaren Ergebnissen führt.

Berufspraktikum

Die Studierenden gewinnen einen Einblick in Tätigkeitsfelder mit psychologischem Bezug. Sie erwerben Kenntnisse über die Aufgabenstellungen der Einrichtungen, in denen die Praktikumstätigkeiten absolviert werden, sowie über die Gestaltung der jeweiligen Arbeitsprozesse. Sie entwickeln Perspektiven für das weitere Studium und die spätere berufliche Tätigkeit und können ihre Persönlichkeit außerhalb der Hochschule weiter entwickeln.

Lern-, Verhaltens- und psychodynamische Psychologie

Klinische Psychologie beschäftigt sich mit den biologischen, sozialen, entwicklungs- und verhaltensbezogenen sowie kognitiven und emotionalen Grundlagen psychischer Störungen und deren Auswirkungen auf das Verhalten und Erleben von Einzelnen und Gruppen. Die Studierenden sind in der Lage, die Unterschiede der verschiedenen Sichtweisen und Modelle innerhalb der wissenschaftlichen Psychologie über Entstehung, Aufrechterhaltung und Verlauf psychischer Störungen und psychisch mitbedingter Krankheiten zu erläutern sowie zeitgemäße Vorstellungen, Theorien und Behandlungsverfahren in den historischen und gesellschaftlichen Kontext des Umgangs mit psychischen Störungen einzuordnen.

Neurobiologie und Neuropsychologie

Die Neuropsychologie beschäftigt sich mit Biologie und Medizin gemeinsam mit physiologischen Prozessen und deren Auswirkungen auf psychische Prozesse. Die Studierenden kennen die Zusammenhänge zwischen neurobiologischen, physiologischen und biochemischen Prozessen und menschlichem Erleben und Verhalten. Von zentraler Bedeutung ist dabei die Kenntnis über Funktionen des Gehirns bei der Steuerung fundamentaler psychischer Prozesse.

Beratungspsychologie

Beratungspsychologie und Psychoedukation befassen sich mit der Vermittlung von Informationen über psychische Abläufe und Störungen beim Einzelnen und in sozialen und pädagogischen Systemen, insbesondere Analyse, Gestaltung, Optimierung und Evaluation von Sozialisations-, Erziehungs-, Unterrichts-/ Bildungsprozessen. Die Studierenden können Diagnosen erstellen für Kinder, Jugendliche, Eltern, Lehrende und Lernende aus unterschiedlichen Milieus bzgl. Intelligenz, Hochbegabung, Leistungs- und Lernschwächen und -behinderungen, Schulfähigkeit, Mediennutzung u.a. Sie sind außerdem in der Lage, Verhaltensstörungen und Ängste bei allen an Sozialisations- und Lernprozessen Beteiligten zu diagnostizieren, deren Ursachen im Einzelnen und im Umfeld zu analysieren. Sie können entsprechende Fördermaßnahmen zum Abbau von Angst und Aggression und zur Entwicklung von Selbstwirksamkeit und emotionaler und sozialer Kompetenz konzipieren, durchführen und evaluieren.

Methoden der Selbsterfahrung

Im Mittelpunkt dieses Moduls stehen die verschiedenen psychologischen Methoden, insbesondere diejenigen, die unbewusste psychische Vorgänge sowohl im Hinblick auf ihren diagnostischen Wert, als auch auf ihre Ressourcen, ihr heilendes und ihr kreatives Potenzial nutzen. Die Studierenden sollen die Methoden sowohl theoretisch erlernen wie auch praktische Erfahrungen mit den Methoden und deren Wirkungen direkt und persönlich an sich selbst machen.

Gerontopsychologie

Die Gerontologie und Gerontopsychologie befassen sich mit dem Alterungsprozess des Menschen und dem Verhalten und Erleben sowie der Beeinflussbarkeit dieser Aspekte. Die Studierenden lernen die unterschiedlichen Aspekte des gerontologischen Wissens aus dem medizinischen, soziologischen und psychologischen Forschungsbereich kennen. Sie werden sensibilisiert für das individuelle menschliche Altern und seine bio-psycho-sozialen Aspekte und lernen, Menschen im Alter sowie deren Angehörige und Institutionen zu hilfreichen Copingstrategien zu motivieren. Zudem werden sie zur Auseinandersetzung mit den psychologischen Auswirkungen der Palliation befähigt und sind in der Lage, generationsbezogene Konflikte zu verstehen und integrativ zu handeln.

Psychosomatik

Die Psychosomatik geht von der psycho-somatischen Verbundenheit von seelischen und körperlichen Aspekten des Menschen aus und betrachtet die psychischen Fähigkeiten und Reaktionen und die sozialen Verhältnisse in ihrer Verflechtung mit den körperlichen Vorgängen. Die Studierenden lernen, dass es keine zwangsläufige Kausalität, sondern komplexe Wechselwirkungen zwischen psychischen und somatischen Erkrankungen gibt. Und sie lernen das Spektrum der psychosomatischen Erkrankungen kennen.

Integration psychotherapeutischer Methoden

Psychotherapie ist eine Multidisziplin aus psychologischen, medizinischen, naturwissenschaftlichen und sozial-, kultur- und geisteswissenschaftlichen Fächern. Die Studierenden haben ein breites Wissen darüber, in welcher Weise Methoden und Fragestellungen der verschiedenen Disziplinen Einfluss auf die Forschung und auf die Praxis der Psychotherapie gefunden haben. Sie kennen wesentliche Ergebnisse der Psychotherapieforschung und können diese diskutieren. Sie können integrative und störungsspezifische Ansätze in der ambulanten und stationären Einzel- und Gruppenpsychotherapie unterscheiden und diskutieren sowie differenzielle Indikationen stellen. Sie können Stellung nehmen zur Ausbildung von Psychologischen Psychotherapeuten in anerkannten wissenschaftlichen Verfahren und zur Frage der Mehrfachweiterbildungen von Psychotherapeuten.

Forschungs-Kolloquium

Die Studierenden können modulübergreifende Zusammenhänge der Psychologie darstellen. Hierzu verfügen sie über ein breites Grundlagenwissen im Fachgebiet. Sie sind in der Lage, methodische Ansätze und fachliche Interpretationen der Ergebnisse aus der Bachelorarbeit angemessen zu vertreten.

Wahlpflichtmodul Abhängigkeitserkrankungen

Psychologische Intervention: Abhängigkeitserkrankungen

Die Studierenden verfügen über grundlegende Kenntnisse über psychische, partnerschaftliche, lebensgeschichtliche, soziokulturelle und Faktoren im Bereich der substanzgebundenen und der nicht substanzgebundenen Abhängigkeitserkrankungen und können sowohl Ursachen wie auch Bedeutung der Erkrankungen für Betroffene und für das familiäre und soziale Umfeld analysieren. Sie kennen die aktuellen Interventionsmethoden zur Gesundheitsförderung und zur Prävention und zur Rehabilitation von Abhängigkeitserkrankungen und können diese konzipieren, einleiten, begleiten und evaluieren.

Recht und Ethik

In dem Modul erfolgt die Vermittlung und Erarbeitung

  • der für Berater bzw. Therapeuten relevanten Rechtsparagraphen
  • deren Anwendung auf konkrete Fallbeispiele
  • des Bewusstseins eigener ethischer sowie rechtlicher Grenzen im beraterischen Handeln
  • des Umgangs mit Notwendigkeiten in der Beratung, die durch ethische und / oder juristische Grenzen gesetzt werden.

Bachelorarbeit

Die Studierenden bearbeiten unter Anleitung ein Problem in einem Spezialgebiet der Psychologie mit den wissenschaftlichen Methoden des Faches eigenständig. Dazu gehört die Formulierung einer Fragestellung, die Recherche der relevanten Literatur, die Auswahl einer geeigneten Forschungsmethode, die Erhebung der Daten und Interpretation der Ergebnisse sowie das Verfassen einer Studienabschlussarbeit (Bachelorarbeit) mit hohen inhaltlichen und formalen Anforderungen.

Kosten

Studiengebühren: 585 Euro pro Monat
Immatrikulationsgebühr: 330 Euro (einmalig)
Prüfungsgebühr: 690 Euro (einmalig zum Abschluss)

Ansprechpartner

Anette Müller
Analytische Psychotherapeutin für Kinder- und Jugendliche
anemue@web.de

Wenn Sie sich für das Studium interessieren, können Sie sich jetzt schon vorbehaltlich und vorläufig bewerben.
IB Hochschule Studiengang angewandte Psychologie

Psychologie / Master of Sience (in Akkr.)

Anknüpfend an den B.Sc. Angewandte Psychologie können Sie an der IB Hochschule für Gesundheit und Soziales ein dreisemestriges Studium zum Master Psychologie (M.Sc.) absolvieren. In unserem passgenau auf aktuelle Arbeitsmarktbedarfe abgestimmten Masterstudiengang qualifizieren Sie sich für eine Praxistätigkeit in zukunftssicheren Berufsfeldern.

Sie erwerben die in klinisch-rehabilitationspsychologischen Berufsfeldern relevanten Wissens-, Methoden- und Handlungskompetenzen. Diese Kompetenzen befähigen Sie psychisch oder körperlich beeinträchtigte Menschen zu stärken und sie mit den zur Teilhabe am Alltag notwendigen Ressourcen auszustatten. Engmaschige Kooperationen mit indikationsübergreifenden sowie spezialisierten Kliniken und das integrative "Job-Coaching" im Praxissemester erleichtern den Berufseinstieg. Auch die unter dem Dach des Internationalen Bundes (IB) vereinten Beratungs- und Bildungszentren bieten interessante Berufsperspektiven.

Schwerpunkte

Das Besondere an dem Studium zum Master Psychologie an der IB Hochschule sind die drei zukunftsweisenden Vertiefungsmodule, welche eine frühzeitige Profilschärfung in einem von drei Spezialbereichen ermöglichen. Mit der Wahl eines Vertiefungsmoduls können Sie Ihren eigenen Stärken und Interessen nachgehen:

  • Neurorehabilitation
  • Entwicklungsrehabilitation
  • E-Mental Health.

Neurorehabilitation: Auf Neurorehabilitation spezialisierte Masterabsolvent*innen kennen die Bedingungs- und Behandlungsmodelle neurologischer Störungen. Sie verfügen über die in neurorehabilitativen und gerontopsychiatrischen Kliniken gefragten Wissens- und Handlungskompetenzen zur Übernahme diagnostischer und interventioneller Aufgaben.

Entwicklungsrehabilitation: In diesem Vertiefungsmodul erwerben Sie spezielle Kompetenzen für eine klinisch-psychologische Tätigkeit in Frühförder-, Bildungs- und Beratungszentren. Interessierte Absolvent*innen mit dieser Schwerpunktsetzung steht eine rund einjährige Zusatzqualifikation in Lerntherapie offen.

E-Mental Health Onlinegestützte weisen gegenüber „klassischen“ Interventionen zahlreiche Vorteile auf wie etwa eine erleichterte Inanspruchnahme bei vielfach ebenbürtiger Wirksamkeit. Gerade mobilitätseingeschränkte oder körperlich-motorisch beeinträchtigte Menschen sowie pflegende Angehörige erhalten einen niedrigschwellen Zugang zu psychosozialen Interventionen. Absolvent*innen dieses Vertiefungsmoduls beherrschen die interventionsdidaktischen Gestaltungsprinzipien digitaler Therapietechnologien. Hieraus ergeben sich Berufsperspektiven im Bereich der Forschung und Entwicklung.

Ablauf des Studiums

Orientiert am aktuellen Forschungsstand vermittelt der klinisch-rehabilitationspsychologische Studiengang zum Master Psychologie wissenschaftlich begründete und fachpraktisch bewährte Diagnose- und Interventionszugänge zur professionellen Unterstützung von psychisch beeinträchtigten und chronisch erkrankten Menschen. Zur frühzeitigen Vorbereitung auf diese anspruchsvolle Aufgabe absolvieren Sie im zweiten Semester ein wissenschaftlich begleitetes Berufspraktikum. Abhängig von der Schwerpunktsetzung der Praxiseinrichtung wenden Sie beispielsweise übende Verfahren wie etwa Entspannungs-, Achtsamkeits-, Aufmerksamkeitstrainings unter Anleitung an. Die drei in jeweils aussichtsreichen Berufsfeldern angesiedelte Vertiefungsmodule runden das Studienangebot ab und verhelfen Ihnen zu gefragtem Spezialwissen.

Zulassungsvoraussetzungen

Sie benötigen folgende Voraussetzungen für den Studiengang zum Master Psychologie an der IB Hochschule:

  • Sie sind Absolvent*in unseres B.A. / B.Sc. Angewandte Psychologie oder eines vergleichbaren Bachelorabschlusses mit 210 ECTS-Punkten.
  • Bei externen Bachelorabsolvent*innen erfolgt eine Einzelfallprüfung des Abschlusses auf Äquivalenz. Fehlende ECTS-Punkte können während des Sommersemesters in den Modulen des B.Sc. Angewandte Psychologie nachgeholt werden.

Darüber hinaus durchlaufen Sie ein internes Auswahlverfahren in Form eines rund 30-minütigen Interviews zur Motivations- und Zielklärung.

Kosten

Die monatliche Studiengebühr beträgt 690 € pro Monat (4.140 € pro Semester).
Das gesamte dreisemestrige Studium kostet 12.420 € zzgl. Immatrikulationsgebühr von 330 € und Prüfungspauschale von 690 € (einmalig)

Für Absolvent*innen der IB Hochschule aus dem Studiengang Angewandte Psychologie (B.Sc. oder B.A.) werden die Studiengebühren nach einem erfolgreich absolvierten Studium um 10% reduziert.

Ab dem Wintersemester 2021/2022 beträgt die Studiengebühr für Absolvent*innen der IB Hochschule 621 € pro Monat (3.726 € pro Semester). Das gesamte dreisemestrige Studium kostet dann 11.178 € zzgl. der Immatrikulationsgebühr von 330 € und einer Prüfungspauschale von 690 € (einmalig).

Information und Gespräche

Infopool der IB Hochschule

Weitere Informationen über
Eva Bachmann
eva.bachmann@ib-hochschule.de
Tel: +49 711 6454-570