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Samstag 19 November 09:30 Uhr
Fortbildung

Symposium - Überwindung von Grenzen

"Überwindung von Grenzen"

  1. Grenzziehungen begegnen uns gerade in dieser Zeit überall: auf gesellschaftspolitischer Ebene wie in individuellen Lebensgestaltungen. Besonders in der Pandemie mit einer alle nationalen Grenzen überschreitenden Infektion sind die kollektive und die persönliche Dimension auf engste ineinander verwoben. Die Erfahrungen von Lockdown, Quarantäne und einer polarisierten Diskussion um die Impffrage führen zu tiefreichenden Spaltungen in der Gesellschaft, in Familien und in persönlichen Beziehungen. Welche Menschenverachtung zum Vorschein kommt, wenn Grenzen auf destruktive Weise überwunden werden sollen, führt uns hingegen der russische Angriffskrieg auf die Ukraine vor Augen. Aber auch weltweite Migrationsbewegungen aktualisieren die Dringlichkeit dieses Themas seit Jahren stets aufs Neue. Nicht zuletzt bedeutet jeder psychotherapeutische und jeder Individuationsprozess eine Konfrontation mit den eigenen inneren Grenzziehungen. Auch dort stellt sich die Frage, wie ihnen zu begegnen ist, damit Entwicklung stattfinden kann. Dabei sind wir auf existentielle Weise mit irrationalen Ängsten wie mit realen Bedrohungen konfrontiert. Sie können zu Lösungen führen, oder aber zum Nährboden werden für Rigidität, Dogmatismus, Radikalisierung und Hass.

    Wie kann es uns gelingen, nicht in solche spaltenden Dynamiken zu geraten? Wie können wir Wege finden, Grenzen konstruktiv zu überwinden? Was kann uns helfen, lebendige Entwicklung zu fördern, statt in Erstarrung zu geraten?

    Gerade die Analytische Psychologie C.G. Jungs hat sich intensiv mit der Frage der Gegensatzspannungen auseinandergesetzt und ihre Notwendigkeit und Fruchtbarkeit für seelische Entwicklungsprozesse herausgestellt. Im Symposium wollen wir uns diesem brisanten Thema aus gesellschaftspolitischer, literarischer und tiefenpsychologischer Dimension heraus annähern und die offenen Fragen gemeinsam diskutieren.

    Wir hoffen, damit Ihr Interesse zu wecken, und freuen uns auf Ihre Teilnahme an unseren Vorträgen:

    Verbindung und Trennung als archetypisches Lebensprinzip Bernd Leibig, Facharzt für psychosomatische Medizin und Psychotherapie/Psychoanalyse, Ammerbuch
  1. Housseras. Eine Flucht, eine Konversion und drei Gräber in den Vogesen: Alfred Döblin Prof. Dr. Dr. h.c. Karl-Josef Kuschel, Tübingen
  1. Die Mauer ist gefallen, der Groschen nicht. Über deutsch-deutsche und andere Grenzziehungen Ralph-Uwe Beck, Theologe und Bürgerrechtler, Eisenach
  1. Podiumsmoderation, Moderation: Dr. Konstantin Rößler

Wir bitten um Anmeldung
www.cgjung-stuttgart.de
gesellschaft@cgjung-stuttgart.de
Tel. 0711 / 51 87 23 65

Gebühren
Teilnahmegebühr 30 €, Mitglieder 20 €
Für Studenten, Studierenden sind frei

Die Veranstaltung ist zertifiziert und findet Hybrid statt. Bitte geben Sie bei Ihrer Anmeldung an, in welchem Modus, Online oder Präsenz, Sie
teilnehmen möchten.

Anmeldung